Geschichte
Die Vision, dass wir auch mal leiwand sein können.
Wer bin ich?
Servus, mein Name ist Lawrence. Ich wurde in Brasilien geboren, mein Papa ist Spanier, meine Mama Österreicherin. Ich bin sehr international aufgewachsen und seit dem ich denken kann liebe ich Sport. Die Inszenierung, die Athletik, der Teamgeist, die Spitzenleistung, und vor allem die Momente in denen es um Alles geht. Ich bin ein Träumer. Ich liebe Geschichten. Ich liebe Dinge, die faszinieren, inspirieren, Energie geben und Menschen begeistern.
Ich liebe diese Welt so sehr, dass ich Sport, Storytelling und Design zu meinem Beruf gemacht habe. Vor zehn Jahren habe ich die ACSL gegründet und baue seitdem die größte College Sportliga Europas auf. Die letzten 10 Jahre waren mein unternehmerisches Bootcamp. Ich habe gelernt, wie man Dinge nicht nur denkt, sondern umsetzt. Hardskills anhand von Youtube, Google und tausenden Stunden Trial & Error erlernt. Illustrator, Photoshop, Final Cut, Keynote sind meine Lieblings-Werkzeuge. Storytelling, Branding, Merchandise, Events, Inszenierung, und Community aufbauen - meine Leidenschaft.
Genau dieses Fundament hat mir überhaupt erlaubt, so ein Projekt wie das Kaisertrikot anzugehen. Und seitdem ich denken kann, hab ich nie daran gezweifelt ob ich etwas kann. Weil wenn mich eine Vision begeistert, bin ich immer bereit es zu probieren und wenn nötig mich auch zu quälen. Die Erfüllung etwas Einzigartiges zu erschaffen, das Menschen Freude bereitet, ist für mich die größte Belohnung.
Wie alles begonnen hat
Das Kaisertrikot sollte mein Sommerprojekt 2024 werden. Es sollte einfach Spaß machen.
Wenn du, wie ich, alle deine Hobbys zum Beruf gemacht hast, weißt du irgendwann nicht mehr, was du in deiner Freizeit mit dir anfagen sollst. Und das wurde bei mir echt zum Problem. Ich saß nach der ACSL Season im Sommer da und konnte nicht sagen, was mir eigentlich außerhalb der Arbeit Freude bereitet.
Also wollte ich mir für den Sommer 2024 etwas suchen, das einfach nur Freude macht. Kein wirtschaftlicher Druck. Keine Erwartungen. Einfach "Just for Fun."
Ich liebe sportliche Großereignisse. EM, WM, Olympia, NBA Finals, March Madness, Super Bowl, College Football Playoffs oder F1 World Championship. Besonders wenn EM oder WM ist, bin ich voll drin. Spieltermine von Österreich, Spanien und Brasilien eintragen, Public Viewing, mit Freunden schauen, neue Leute kennenlernen, gemeinsam feiern. Und für dieses Feeling gehört für mich ein Trikot einfach dazu.
Ich habe Brasilien Trikots. Ich habe Spanien Trikots. Aber kein einziges Österreich Trikot.
Also bin ich losgezogen, um mir eines zu kaufen. Player Edition natürlich. Ich bin ein Detailfuchs. Mir ist Qualität wichtig. Ich schätze elaborierte Produkte und besonders Sporttrikots, die eine Geschichte erzählen.
Aber ich fand keine originale Spieler Version im Laden und die Fan Version für hundert Euro fühlte sich preislich, qualitativ und designtechnisch einfach nicht richtig an.
Kopfschüttelnd und enttäuscht bin ich zurück nach Hause gepilgert...
Quelle: Heute.at
Die Idee am Basketballplatz
Am Abend vor dem EM Achtelfinale Österreich gegen Türkei war ich hinter dem Haus meiner Eltern Körbe werfen. Auf meinem Platz, den ich in einer verrückten Aktion, mit meinem Bruder, vor 14 Jahren selbst gebaut habe. Gebaggert, geschottert, betoniert, Linien gezogen. Auch ein Fall von Do It Yourself, aber jede Sekunde wert. Das ist mein Zufluchtsort. Hier bin ich frei im Kopf. Hier wird geträumt und es entstehen Ideen.
Während ich meine Shots versenkte und in Game-Winner-Szenarien abdriftete, ließ mich der Frust über das Österreich Trikot nicht los. Ich dachte mir: "Warum haben wir eigentlich nie ein leiwandes Trikot.. Warum ist es jedes Jahr das absolute Minimum... Ich könnte sowas geiles machen..."
Und da schoß es mir in den Kopf:
“WARUM DESIGNE ICH NICHT DAS WM TIRKOT FÜR ÖSTERREICH?"
Boom! Motivation durch die Decke! "ICH könnte das Trikot für die WM machen..." hab ich gemurmelt. "Das ist es! Das wäre ein Traum. Eine riesige Ehre.."
Sofort beginnt mein Kopf zu rattern: “Ich kann eigentlich alles was man dafür braucht. Wir haben noch 2 Jahre bis zur WM…Österreich ist gerade richtig stark im Fußball.. Wir fahren fix zur WM! Now or Never!!!”
Und plötzlich war sie da. Diese kreative Energie, die sich anfühlt wie eine Kernreaktion. Dieses Feuer. Dieser Antrieb. Ab dem ersten Moment fühlte es sich groß an. Aber wie geh ich das an? Was ist der erste Schritt?
Meine erste Anlaufstelle war ein alter Uni Freund, der beim ÖFB arbeitet. Ich habe ihn sofort angerufen und während ich weiter Körbe geworfen habe, die Idee gepitcht. Er war schon immer ein großer Fan meiner Designs in der ACSL und begegnete der Idee sofort mit Begeisterung. Er meinte, es wäre ein gewagtes Unterfangen, aber definitiv einen Versuch wert.
Ich swishte den letzten Korb in meinem Rudy Fernandez Spanien Basketball Jersey, nahm den Ball unter den Arm, rannte ins Haus und klappte den Laptop auf. Los gehts...
Die Vision
Ich wollte kein normales Trikot. Ich wollte eine Ikone. Etwas komplett Neues. Etwas, das nicht nur Österreich, sondern die Welt begeistert.
Drei Konzepte hatte ich im Kopf. Heim, Auswärts, Alternativ. Ich wollte Storylines, die Österreich charmant präsentieren. Alle drei Storylines waren einzigartig, aber die erste Idee blieb mir gleich im Kopf.
Als ehemaliger Tourguide in Wien hat mich die Zeit der Monarchie immer fasziniert. Ihre Kunst, ihre Architektur und ihre enorme Prägekraft. Wien war damals eines der politischen und kulturellen Zentren Europas, und viele Entwicklungen aus dieser Epoche wirken bis heute in Bereichen wie Bildung, Verwaltung und Infrastruktur nach.
Also habe ich mich von dem inspirieren lassen, das jährlich, Millionen von Touristen anzieht und die Welt begeistert. Das Kaiserreich, und die damit verbundenen Uniformen: Stehkragen. Bestickte Ärmel. Ornamente. Ein Trikot mit Haltung. Ein Trikot mit Charme. Ein Trikot, das Österreich schreit und uns so keiner nachmachen kann.
Ein Trikot für eine kleine Nation von neun Millionen Menschen, die aber auf der größten Bühne der Welt nicht klein auftreten muss.
Ich war sofort besessen von der Idee und habe in 48 Stunden ein Design fabriziert, das der ersten Visualisierung der Vision gerecht wurde. Daraufhin, habe habe ich eine 16-seitige Präsentation gebaut und sie meinem Kontakt beim ÖFB geschickt. Seine Antwort war glasklar:
„Das ist komplett geil.“
Ich war voller Euphorie. Ich wusste, es ist in guten Händen.
Jedoch eine Woche später kam schon die Ernüchterung… “Alle finden es sehr geil. Aber wir entscheiden das nicht. Das entscheidet der Ausstatter.”
Back to Reality
Die Euphorie? Gebremst. Der Hype? Erstickt. Das Feuer? Nur noch eine kleine Flamme. Aber noch war nicht aller Tage Abend.
Ich habe es beim Ausstatter probiert. Österreich verwies nach Deutschland. Deutschland verwies zurück zum Verband. Am Ende entscheidet keiner. Oder anders gesagt, man entscheidet innerhalb von Strukturen, in denen ein Markt wie Österreich einfach keine Priorität hat.
Ich kenne Konzernlogiken. Ich weiß, wie Märkte bewertet werden. Ich weiß, dass Österreich mit neun Millionen Einwohnern nicht der Fokus eines globalen Ausstatters ist. Wir haben keinen Cristiano Ronaldo, Erling Haaland, oder 80+ Millionen Einwohner. Ich weiß, dass in einem Konzern alles rationalisiert wird. Prozesse und Strukturen ergreifen die Oberhand.
Aber genau so stirbt, meiner Meinung nach, jegliche Kreativität. Es schafft ein Umfeld in dem Ideen von Logik erstickt werden.
Ein Fußballtrikot ist Kultur. Es lebt von der Story, der Liebe, der Leidenschaft, der Passion. Wenn man rational designt, bekommt man ein rationales Produkt. Aber die Magie liegt im Irrationalen. Im Feuer, nicht im Kalkül. Wenn man etwas Ikonisches erschafft, kann es Grenzen sprengen. Dafür braucht es aber Mut. Und Mut ist in Konzernen selten skalierbar.
Das war nicht das erste Mal, dass ich in so eine Situation gekommen bin. Oftmals sind großartige Ideen in der ACSL der Konzernlogik erlegen. Andere Male habe ich für Ideen gekämpft und als Einziger meinen Kopf hingehalten. "Betting on yourself" nennen es die Amis. Ich mache das gerne, wenn ich von etwas begeistert bin. Obwohl ich weiß, dass wenn man scheitert, prügeln Alle auf einen ein. Und wenn man Erfolg hat, hatte man einfach "Glück".
Diese Dynamiken sind mir wohl bekannt, aber ich war trotzdem sehr enttäuscht. Weil jede Person, die das Konzept gesehen hat, begeistert war. Aber Keiner wollte Verantwortung übernehmen und etwas Neues probieren.
Der Studienstart stand vor der Tür. Ich wurde schnell wieder in den Bann der ACSL gezogen und musste das Trikotkonzept beiseite legen. Es landete vorerst auf meiner Festplatte. Es hatten bisher nur eine Hand voll Leute gesehen... Es war der 6. September, 2024.
18. November 2025
Manchmal braucht es einen Moment, der das Feuer wieder entfacht.
Österreich spielt gegen Bosnien im Ernst Happel Stadion. Es ist das letzte Quali-Spiel für die WM 2026. Wenn Österreich gewinnt, oder Unentschieden spielt, fahren wir zur WM. Bei einer Niederlage müssen wir ins Playoff, und weiter um die WM Teilnahme zittern.
Das Spiel beginnt. Österreich spielt stark. Dann jedoch der Schock: Früher Rückstand - 0:1. Wir sind im Zugzwang. Wir spielen gut. Dann aber der zweite Tiefschlag: Ein aberkanntes Tor. Die Anspannung steigt. Die Zeit verstreicht, Österreich macht Druck, aber bleibt ohne Torerfolg. Die 77. Minute ist erreicht und ganz Österreich fiebert mit. Plötzlich die Erlösung. Michi Gregoritsch trifft zum Ausgleich! Österreich fährt nach 28 Jahren wieder zu einer WM!
Bei der letzten WM mit Österreich-Teilnahme war ich acht Jahre alt. Meine stärkste Erinnerung an die WM 98: Ich hab geheult, nachdem mein Brasilien im Finale von Zinedine Zidane und Frankreich 3:1 vorgeführt wurde…
Aber jetzt sind wir back. Österreich ist back. Und plötzlich war alles wieder da. Die Energy, die Passion, der unerlässliche Antrieb.
Ich wusste, ich muss was tun. Die Welt muss das Kaisertrikot sehen.
Mach ein Video und stells vor
Aber wie? Ich bin kein Influencer und hab auch nicht vor einer zu werden. Und es war 11 am Abend im ACSL Office. Eigentlich wollte ich heim.
Ich hatte damals nur 1.600 Follower. Und obwohl ich bei der ACSL gewohnt bin, vor tausenden Menschen zu sprechen, war es unfassbar unangenehm, mich selbst zu filmen. Zwei Stunden hab ich gefilmt und den richtigen Stil gesucht. Immer wieder dieselben Szenen gefilmt, anders eingesprochen. Danach drei Stunden schneiden. Neue Apps lernen. Mühsame erste Schritte. Fast fertig, dann doch wieder nachbessern. Bis ich der Meinung war: Es ist zwar nicht perfekt, aber ich habs gemacht. Es war unangenehm, aber ich habs durchgezogen. Ich werde mich nie fragen müssen"was wäre wenn..."
Ich habe auf Posten gedrückt, und ab diesem Moment losgelassen. Es passiert was passieren soll. Keine Erwartungen.
Und dann ging es direkt los. Likes, Kommentare, Shares, Nachrichten, Anrufe, überraschte Gesichter..
Am nächsten Morgen hatte das Reel 3.000 Likes, hunderte Kommentare und Shares. Darunter Kommentare wie „Bestes Österreich Trikot, das ich je gesehen habe.“ Puma und ÖFB wurden hunderte Male markiert. Die Resonanz war überwältigend positiv.
Kurz darauf wurde das offizielle Trikot der österreichischen Nationalmannschaft vorgestellt, und mein Konzept explodierte komplett. Über eine Million Profil-Aufrufe innerhalb einer Woche. Zehntausend Likes. Medienberichte. Interviews. Nachrichten von Spielern, Agenturen, Unternehmen. Und sogar der Kaiser selbst, Robert Palfrader (Darsteller - Wir sind Kaiser) hat es mit einem Kommentar abgesegnet!
Der Hype war real. Vielleicht habe ich noch eine Chance mit dem Verband oder Puma...
Do it yourself
Aber es kam… nichts.
Kein Ja. Kein Nein. Nur Schweigen und meine Nachrichten verschwanden im Äther.
Und langsam kam in mir das Gefühl hoch.. “Warum? Warum warte ich schon wieder auf einen Konzern alle Konventionen zu brechen und mir die Schlüssel zu überreichen? Warum mache ich es nicht selbst? Ich kann das.”
Ich wusste genau, was das bedeutet: Aus dem Mock-Up Design, das nur zur Visualisierung diente, muss jetzt ein Produkt werden. Zusätzlich darf ich keine offiziellen Logos, Wappen, Schriften oder Referenzen verwenden. Ich muss jedes Element, jedes Detail, bis zu jeder Naht von Grund auf neu designen. Alles muss zu 100% aus meiner Feder stammen.
Das bedeutet hunderte Stunden. Und das neben der ACSL, wo ich 10+ Angestellte, 850 Athleten, 25+ Sponsoren und 22 Events pro Jahr leite.
Aber ich habe ein Mantra, das mir mal nach einem englischen Keynote Vortrag rausgerutscht ist, als ein Studi mich mit Ausreden bombadiert hat:
„Never Underestimate Your Own Potential.“
Ich habe die größte College Sport Liga in Europa aufgebaut, aus meinem Studentenzimmer, in einer WG mit meiner Oma. Damals hatte ich ein MacBook, 5.000 Euro angespart und keine Ahnung von Irgendwas. Heute haben wir über 40.000 Besucher und veranstalten die größten Basketball und American Football Events des Landes. Also Warum mache ich nicht das beste Trikot, das Österreich je gesehen hat?
Da so ein Projekt auch mit hohen Kosten verbunden ist. (Neben den Designstunden, kostet die Sampleproduktion so eines Produkts schnell mal 3.000-10.000 EUR) Musste ich den Hype in eine Form gießen. Sonst bleibe ich auf den Kosten sitzen.
Also habe ich eine Website aufgesetzt, um das Interesse einzufangen. Nicht nur aus Marketing Gründen, sondern auch als tägliche Motivation. Und innerhalb kurzer Zeit hatten sich hunderte Menschen für das Kaisertrikot angemeldet. Heute sind es über 6.500, und jeden Tag haben mich die Anmeldungen unfassbar motiviert weiterzumachen.
So wurde aus einer Idee eine Bewegung. Eine Bewegung für die Fans. Für Alle, die die Schnauze voll haben von einem nichtssagenden, charakterlosen und uncharmanten Auftritt.
Mehr als ein Trikot
Ich kenne Konzernstrukturen. Ich weiß, wie alles runterrationalisiert wird. Ich sehe mich in diesem Projekt ein bisschen wie Österreich selbst. Vielleicht bin ich der kleinste Player auf dem Spielfeld. Eine One Man Show. Aber jeder unterschätzt was ein Mensch mit Drive bewegen kann. Jeder vergisst was die One Man Show für Vorteile gegenüber einem riesigen Konzern genießt. Der Konzern verfügt zwar über nahezu unbegrenzte Ressourcen, geht aber in einer Flut aus Regeln und Strukturen unter.
Das Kaisertrikot ist für mich ein Disruptor. Ein Statement. Es ist der Anstoß für ein Umdenken. Wir müssen nicht immer nur nehmen, was uns vorgelegt wird. Wir können unsere eigene Geschichte erzählen.
Ich will zeigen, was möglich ist, wenn eine Person alles gibt... Zur Entwicklung des Kaisertrikots